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Konzept
1. Information macht die Welt nicht zugänglicher. Sollte man nicht besser das Geld für Umbauten verwenden?
Letzen Endes sollten natürlich alle Gebäude zugänglich sein. Aber so lange das nicht der Fall ist, sind Informationen wichtig. Es nützt nichts, wenn das Hotel ein zugängliches Zimmer hat und niemand davon weiß. Und der Hotelier wird vielleicht ein weiteres Zimmer zugänglich machen, wenn sein vorhandenes Angebot besser bekannt gemacht und genutzt wird.
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2. Für Rollstuhlfahrer wird alles im Detail erhoben. Warum nicht auch für Blinde?
Häufig sind für Rollstuhlfahrer nur bestimmte Teile einer Einrichtung zugänglich. Also zum Beispiel bestimmte geräumigere Hotelzimmer oder WCs. Diese speziellen Ziele und die Wege, die zu ihnen hin führen, müssen daher im Detail beschrieben werden.
Bei Blinden ist das normalerweise nicht so. Wege und Ziele in der Einrichtung sind entweder durchgängig oder überhaupt nicht mit entsprechenden Orientierungshilfen ausgestattet. Deswegen beziehen sich die Informationen für Blinde auf die Einrichtung als ganze.
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3. Für Hörbehinderte ist die Beleuchtung wichtig. Warum wird die nicht erhoben?
Die Beleuchtung ist wichtig, aber es ist schwer zu entscheiden, ob sie nun gut oder schlecht ist. Das kann von der Tageszeit abhängen, in größeren Räumen sind die Beleuchtungsverhältnisse auch nicht überall gleich.
Die Rangierflächen vor Türen sind wichtig. Warum ist ihre Erhebung nicht im Minimalumfang drin?
Die Türbreite ist zum Beispiel wichtiger. Auch spielt eine Rolle, dass die Erhebung der Rangierflächen schwierig ist, es gibt viele Sonderfälle, bei denen man leicht etwas falsch machen kann.
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4. Die Fragen zum Aufzug sind auf 2 verschiedene Fragebögen verteilt. Warum?
Das ist kompliziert zu erklären. Es hängt damit zusammen, dass von verschiedenen Besuchergruppen unterschiedliche Informationen gebraucht werden:
Rollstuhlfahrer müssen wissen, ob die Aufzüge, die sich auf den Zugangswegen zu für sie wichtigen Zielen befinden, für sie zugänglich sind. Die für Rollstuhlfahrer relevanten Informationen zu Aufzügen werden in einem Fragebogen erhoben, der in die Zugangsweg-Beschreibungen eingebaut werden kann. Dieser Fragebogen kann mehrfach vorkommen, wenn es mehrere relevante Aufzüge gibt. Er kommt überhaupt nicht vor, wenn es in der Einrichtung keine Aufzüge gibt oder wenn die Aufzüge nicht zu relevanten Zielen führen.
Sehbehinderte Besucher brauchen andere Informationen. Sie müssen wissen, ob sie sich in der Einrichtung selbständig orientieren können. Und zwar nicht nur auf bestimmten Zugangswegen. Das reicht nicht aus, denn es kann ja passieren, dass man mal vom vorgesehenen Pfad abkommt. Für Sehbehinderte wird daher geprüft, ob alle öffentlich zugänglichen Aufzüge in der Einrichtung mit den erforderlichen Orientierungshilfen ausgestattet sind. Die entsprechenden Fragen stehen in einem einzigen Fragebogen, der immer verwendet wird.
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5. Es werden ja lauter einzelne Ziele erhoben. Wie entscheidet you-too, ob die Einrichtung insgesamt zugänglich ist?
Damit ein Hotel als zugänglich bezeichnet werden kann, muss mindestens eines der Hotelzimmer zugänglich sein. Es reicht nicht aus, dass die Rezeption oder der Parkplatz die Anforderungen an die Zugänglichkeit erfüllt.
Bei anderen Einrichtungstypen sieht es wieder anders aus. Oft ist die Rezeption oder ein Tresen das entscheidende Ziel.
Je nach Einrichtung kommt es also darauf an, ob bestimmte Typen von Zielen in der Einrichtung zugänglich sind.
Deswegen wird im Zuge der Erhebung einer Einrichtung festgelegt, was deren Hauptziele sind. Sobald wenigstens eines dieser Hauptziele zugänglich ist, gilt auch die Einrichtung als Ganzes als zugänglich.
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6. Gibt es für Österreich und die Schweiz eigene Filter mit der jeweiligen Norm?
Solche Filter gibt es im Augenblick nicht. Sie könnten bei Bedarf erstellt werden. Vorerst hat sich das internationale you-too Consortium auf fünf einheitliche Auswahlfilter geeinigt.
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